Kulturthread / Kritiken

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    • True Detective

      True Detective ist eine 8teilige HBO-Serie über 2 Ex-Polizisten, die in der Retrospetive über einen alten Fall berichten. Dabei wechselt die Perspektive ständig zwischen 1995 (dem Jahr, in dem sie den Fall aufklärten) und 2012 (das Jahr, in dem sie darüber berichten). Schon zu Beginn faszinierte mich die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller, Woody Harrelson und Matthew McConaughey. Der Unterschied im Alter, in ihrer Einstellung, in ihrer Art zu sprechen, etc. ist beeindruckend. Da haben beide ein großes Stück Schauspielkunst aufgeboten.

      Es geht um den (Ritual-)Mord an einer Prostituierten, der von den Beiden im Jahr 1995 aufgeklärt wird. Die Geschichte ist spannend erzählt, aber man bekommt gleichzeitig viel davon mit, wie die Beiden leben und was privat bei ihnen im Argen liegt. Ich würde mal sagen, der Kriminalplot nimmt nur knapp die Hälfte der Handlung ein.

      Matthew McConaughey spielt einen völlig abgedrehten Ermittler, der sich immer weiter in den Fall hineinsteigert, während Woody Harrelson eher am Boden bleibt und den Partner das eine oder andere Mal in die Realität zurückholen muss. Beide sind aber offensichtlich sehr gute Ermittler, die ihren Job über alles stellen (was auch die Sache mit den privaten Problemen erklärt).

      Alle Bilder sind sehr ruhig, es gibt keine schnellen Schnitte, keine Verfolgungsjagden, kein Explosionen. Das tut zur Abwechslung sehr gut. Der Soundtrack unterstützt die Atmosphäre, ist sehr country- und blueslastig.

      Schwierigkeiten hatte ich teilweise mit der Sprache. Ein Detective kommt aus Texas, einer aus Louisiana. Die Handlung spielt auch vornehmlich in Louisiana. Die undeutliche, breite Südstaatensprache erfordert schon eine hohe Konzentration (für mich, anderen geht das vielleicht leichter ins Ohr).

      Vorletzten Montag habe ich die ersten beiden Folgen gesehen, daraufhin wurde mir klar, dass ich die Folgen 3-8 nicht montags würde sehen können. Deshalb habe ich mir die BluRay gekauft und gestern Abend von 18-0 Uhr die restlichen 6 Folgen angesehen. Am Stück.


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    • TMNT 3D

      Gestern habe ich mir die Helden in Halbschalen angesehen. Dieser Film wurde von jeder Kritik, die mir bisher begegnet ist, zerrissen. Solche Filme mag ich am Liebsten. :D Und wie so oft sind Kritiken über Comicverfilmungen nicht aussagekräftig, weil der Autor meist die Vorlage nicht gelesen hat. Das ging mir bei Dredd so, das ging mir schon bei mehreren DC Verfilmungen so und nun auch wieder bei den Turtles.

      Die Handlung ist völliger Quatsch, voller nicht nachvollziehbarer Entscheidungen der Charaktere (v.a. der Bösewichte) und voller völlig unrealistischer Kampfszenen. Unrealistisch? Wir reden hier über mutierte Ninja-Schildkröten, die gerne Pizza essen, Skateboard fahren und Hip Hop hören. Eine ordentliche Portion Unrealismus gehört da quasi zum Konzept.

      Die Figuren sind ordentlich entworfen und sehr gut animiert. Zum ersten Mal kann man die 4 Schildkröten als einzelne Figuren unterscheiden, sowohl in Größe, Körperbau und Gesichtsausdruck. Außerdem hat jeder noch ein paar Gimmicks dabei (Donnie trägt eine Brille), die sie individueller werden lässt. Das ist neu, aber nicht schlecht. Zusätzlich tragen sie unterschiedlich farbige Masken. Um es kurz zu sagen: sie sind viel individuellere Charaktere als man das gewohnt ist. Animiert sind sie super, jeder hat wirklich ein eigenes Gesicht und eigene Mimik. Toll auch Splinter, der noch viel realistischer als die Turtles aussieht.

      In der Kritik wird oft geäußert, dass er Film versucht, erwachsen zu wirken und den Charme und Witz von früher nicht mehr besitzt. Das halte ich für komplett falsch. Der Film ist vollgestopft mit Ironie und witzigen Einzeilern und erinnert mich sehr an die Vorlage. Genau die Kombination aus bierernsten, teils brutalen Kampfszenen und total unreifen Teenager-Kommantaren war eigentlich immer charakteristisch für die Comics.

      Ernst oder erwachsen wirkt in dem Film nur das Erscheinungsbild der Turtles, die Hulk Konkurrenz machen könnten. Aber das gefällt mir. Nur der Shredder, der jetzt in einem bionischen Kampfanzug steckt, ist mir zu übertrieben. Der kämpft nicht mehr wie ein Ninja, sondern wie ein Kampfroboter. EIn bisschen mehr Eleganz hätte ihm gut getan.

      Die 3D-Effekte waren oft unsauber und sind nicht mit den hektischen Schnitten mitgekommen. Wieder einmal hätte ich darauf verzichten können.


      Fazit: Das Drehbuch wurde wahrscheinlich während eines Kneipenaufenthalts entworfen und in der Kneipe auf einem Bierdeckel verewigt (der Platz reicht aus), aber das tut dem Spaß keinen Abbruch. Kein Spitzenkino, aber auch kein Reinfall. 3 von 5.


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    • Anyrmok

      Was mir gerade erst wieder einfällt und das eigentliche Highlight des Kinobesuchs war: die EDEKA-Werbung mit Anyrmok. Da bin ich vor Überraschung fast aus dem Sessel gerutscht. Und wenn ein Head Coach auf der großen Leinwand zu sehen ist, dann gibt es natürlich standesgemäße 5 Spiked Balls!


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    • Blood for the Blood God!

      Am vergangenen Freitag traten, passend zu Halloween, Debauchery und Blood God samt Vorband Helldorados in der RoFa in Nürnberg auf.

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      Passend gekleidet (Auch wenn das Bild erst nach dem Konzert entstand), trafen wir um 20 Uhr zum Start der Vorband Helldorados ein.

      Die gaben sich bei ihrem Auftritt richtig viel Mühe und sind denke ich musikalisch in ihrem Genre (Sleaze Rock) auch gar nicht verkehrt. Aber wie das eben so ist als Vorband... niemand kommt wegen dir und wenn man dann auch noch ein Genre spielt das so weit entfernt ist von der Hauptband... begeistert man das (zu diesem Zeitpunkt) spärlich vertretene Publikum nur schwer. Nachdem der Auftritt sogar oben in der großen Halle war, gabs eben noch genug Rückzugsmöglichkeiten für die Leute die für Geknüppel da waren.

      Dann ging es weiter mit den zwei Bands für die die Mehrheit gekommen war: Debauchery und Blood God (Zwei Bands, gleiches Personal).

      Angefangen wurde mit einem Block von Debaucherys Klassikern. Darunter Tracks wie Blood God Rising, Continue To Kill, Demon Slayer, Zombie Blitzkrieg, Tortue Pit (Und Mann, ging es passend zu dem Song ab)...

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      Feinstes, stumpfes Death Metal-Geknüppel. :thumbup:

      Anschließend kam eine Runde Blood God, von denen ich bis jetzt bis auf einen Song noch nichts kannte. Vom Auftritt her gibt sich Debauchery und Blood God ziemlich wenig (Auf der Bühne, wie auch in Musicclips). Literweise Kunstblut, lyrisch wenn auch inhaltlich unterschiedlich, genauso stumpf und anstatt Death Metal Growling ziemlich hohe Screams, die irgendwie stark an AC/DC erinnern.

      Zum Abschluss gab es noch mal ein paar Zugaben aus dem Debauchery Repertoire bevor dann nach gut über zwei Stunden mit einem Cover von Judas Priest - Painkiller geschlossen wurde.

      Nun das dritte Mal, dass ich Debauchery live gesehen habe und ich bin definitiv noch nicht gesättigt. Immer wieder gerne!

      Bevor es dann wieder zum Auto ging, gab es noch einen Abstecher an den Merchstand. Die hatten zwar keine Minis dabei (Ja, die gibts. Auch gar nicht so abwegig, wenn man den ein oder anderen Liedtitel bedenkt), aber es gab immer noch ein sehr hochwertig aussehendes Booklet mit Hintergrundinfos und allem möglichen zu Debauchery dazu, solang man etwas gekauft hatte. Also wurde es noch ein Patch. :D

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      Bilder
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      What doesn't kill you, gives you XP.
    • I n t e r s t e l l a r

      Unsere Welt, wie wir sie kennen, stirbt. Immer weniger Nahrungsmittel können angebaut werden, ohne dass sie nahezu vollständig eingehen. In den Schulen gibt es korrigierte Schulbücher, in denen das Apollo-Programm nur als ein hervorragendes Propagandawerkzeug abgetan wird um den Russen finanziellen Schaden zuzufügen. Die Welt braucht Farmer, keine Wissenschaftler.

      Durch Zufall findet der Hauptdarsteller und seine Tochter einen geheimen NASA Stützpunkt (Wohl den letzten den es noch gibt). Dort erfahren sie, dass es in der nähe des Saturns eine Anomalie gibt - ein Wurmloch - in das bereits Raumfahrten getätigt wurden um neue Planeten zu erkunden. Diese Reisen waren jedoch mehr oder weniger Suizidmissionen, dazu gedacht lediglich ein Signal zurück zu senden um mitzuteilen, ob die Planeten zum überleben geeignet sind oder nicht.

      Ein klein wenig Drama später, geht es dann auch schon los um die vielversprechendsten Planeten zu besuchen (Samt einen Kofferraum voller eingefrorener befruchteter Eizellen als Plan B).

      Das ist ungefähr das erste Drittel des Films der insgesamt sehr lang ausfällt mit seinen 168 Minuten. Diese braucht er aber tatsächlich auch um seine Geschichte zu erzählen. So leidet er zwar unter einem etwas langwierigem Start, ist ab diesem Zeitpunkt dann jedoch in keiner Minute mehr langweilig gewesen.

      Hin und wieder werden sehr philosophische, tiefgründige Fragen in den Raum gestellt ohne tatsächlich beantwortet zu werden. Kleine Denkanstöße, die sehr wohl interessant sind, mit einem Kinofilm jedoch das falsche Format gewählt wurde um diese ernsthaft aufzugreifen. Auch wenn der Film nicht den Anspruch erhebt die Fragen zu beantworten, so richtig funktionieren mag die Idee nicht. Es wirkt stellenweise einfach zu gezwungen.

      Ein weiterer Kritikpunkt ist die Rolle des auf der Raumfahrt mitgeführten Roboters. Dieser erinnert sehr an Marvin aus Per Anhalter durch die Galaxis - leider. Eine humorvolle Rolle, die nicht so richtig passen möchte, in den Film in dem es ansonsten so rein gar nichts zu lachen gibt (Diese Tatsache ist kein Minuspunkt für mich!).

      Insgesamt war ich positiv überrascht, da der Film sich sehr frisch und neu anfühlte. Er eben mal nicht die festgetrampelten Pfade des Hollywoodkinos bedient.

      4/5
      What doesn't kill you, gives you XP.
    • Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere

      Da konnte man nun drei Filme lang zuschauen wie sich Peter Jackson auf sich selbst einen runter holt. Schön, dass es vorbei ist.

      Kurzweilig war der Film, weil er zu großen Teilen aus Schlacht und Gemetzel besteht. Gleichzeitig wurde bei all den Dingen die man in den Filmen zuvor kritisiert hat, noch mal eine Schippe drauf gepackt. "Warum?", möchte man sich fragen. Wahrscheinlich: "Weil Hollywood".

      Wenn man Bock auf epische Fantasyschlachten hat ist es eine nette Sache. Wenn man Bock auf den Hobbit hat eher weniger. Schade!

      2/5
      What doesn't kill you, gives you XP.
    • Ich kann Zombie nur recht geben. Der Film hat mit dem Buch nur im Grunde etwas gemeinsam. Es werden wieder viele Szenen reingepackt, die im Buch nicht existieren und andere weg gelassen.
      Irgendwie fand ich die Trilogie dann ziemlich enttäuschend, denn wenn man die HdR Trilogie mal öfters gesehen hat, dann fallen einem im Hobbit immer wieder gleiche bzw. identische Dialoge auf. Es ist schon irgendwie schade, dass Peter Jackson, nachdem er mit HdR eine gute Arbeit abgeliefert hat, nun so extrem faul ist und sich nur wenig neu ausdenkt.
      Aus dem Hobbit hätte man mMn einen sehr guten Film machen können, aber draus geworden ist nur ein schwacher Abklatsch vom HdR.
    • Fury/Herz aus Stahl

      Habe mir vor kurzem Fury bzw. wie er im deutschen heißt "Herz aus Stahl" angesehen.

      Die Story ist äußerst schnell umrissen: Ein Crewmitglied eines amerikanischen Panzers der gerade durch Deutschland tuckert - unter der Führung von Don Collier (Brad Pitt) - kommt um und wird durch den unerfahrenen Kriegsneuling Norman Ellison ersetzt.

      Nun findet die ganz klassische Einfindungsphase in die eingespielte Truppe statt, der Neuling lernt wie es so ist Nazis zu killen und wird zum "kampferprobten Mann".

      Wenn mal gerade nicht Nazis zerbombt werden, gibt es kleinere Phasen in denen die Charaktere aufgebaut werden, der betont raue Hillbilly der auch mal nett sein kann, der Mexikaner der sehr nüchtern an die Sache ran geht, der harte Hund und Chef der Truppe der innen drinnen aber auch ganz weich ist und dem der Krieg sehr nahe geht, dies aber niemanden zeigt... Fünf Charakterköpfe zusammen in einen Panzer eingeschlossen. Doch es dauert meist nicht lange bevor es weitergeht MIT NAZIS ZERBOMBEN!! :cursing:

      Die Effekte im Film machen gut was her, Explosionen machen bumm, überrollte Nazis machen... pflat! Die Goreszenen sind sehr detailreich. Lediglich die Geschosse der Panzer sind etwas farbenfroh. Man möchte fast meinen es wurde Leuchtspurmunition in Panzer aus dem zweiten Weltkrieg geladen (Schaut teilweise wirklich so aus als ob Laser durch die Gegend fliegen).

      Insgesamt ein Film mit dem man glücklich wird, wenn man sehen möchte wie Nazis zerbombt werden.

      Nachdem ich mit keinen anderen Erwartungen an den Film ran bin und man mich mit sowas an sich gut unterhalten kann, habe ich es nicht bereut.

      4/5



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    • Wo baut der deutsche Landser einen Schützengraben? Mitten auf dem Feld oder 50 Meter weiter hinten am Waldrand?
      Natürlich MITTEN auf dem Feld. Da kann man effektreich Reißaus nehmen vor den bösen Panzern, die einen dann zerblasen.
      Außerdem gibt es am Waldrand eklige Wurzeln beim graben.

      Ansonsten: ein brauchbarer Kriegsfilm.
      Vollständig bemalte Miniaturen 2018: 013 - zuletzt Hochelfen Frostherz-Phönix
    • KINGSMAN - THE SECRET SERVICE


      Gestern Abend fand das Fränkische Divisionsleitertreffen im Cine statt. Zu sehen war "Kingsman", ein britischer Agentenfilm von den Machern der Kick-Ass-Reihe, erneut eine Comicverfilmung.

      Die Kingsmen sind eine private Truppe von Geheimagenten, die unabhängig von Regierungen stets versuchen, die Welt zu retten. Im Film geht es um einen Cockney Boy, der in diese aristokratische Truppe einsteigen will und um einen verrückten Schurken, der versucht, der Menschheit Schlimmes anzutun.

      Auch in diesem Genre blieb Regisseur Matthew Vaughn seinem Stil treu und bot sehr gute Kameraarbeit, gute Schnitte, tolle Musik, irre Komik, üble Gewalt und garnierte dies mit der einen oder anderen Überrachung.

      Dabei nimmt sich der Film nie komplett ernst und ist somit teilweise eine Persiflage auf und teilweise eine Hommage an Agentenfilme. Das kommt sehr gut rüber! Und man erfährt interessante Sachen, wie z.B. dass viele Agenten die gleichen Initialen haben (James Bond, Jason Bourne, Jack Bauer).

      Und endlich wird ein Martini richtig bestellt, mit Gin statt Wodka, natürlich stirred und nur mit einem Tropfen Wermut. :D Einziger Wermutstropfen für uns: Im Nachhinein hätten wir uns wohl für die Originalversion entschieden. Das hatten wir ausgeschlossen, weil die Vorstellung erst um 23 Uhr begonnen hätte. Aber der Kontrast in der Sprache zwischen den aristokratischen Agenten und dem breiten Cockney der Unterschicht wäre bestimmt sehr lustig gewesen.


      Fazit: Sehr, sehr gut und absolut empfehlenswert! Den 5. Spiked Ball verwehre ich dem Film, weil er am Ende doch "nur ein normaler Agentenfilm" ist. Aber trotzdem ein Film, den man im Kino sehen und sich die Bluray gleich vorbestellen sollte (für den Originalton).


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    • Kann mich dem Prinzen nur anschließen, ein großartiger Film, doch schaut ihn euch wenn es möglich ist unbedingt in der Originalfassung an!

      Zu Beginn war ich überrascht, da ich den Film von dem was ich gesehen hatte bodenständiger eingeschätzt habe. Doch er hat dieses gewisse Maß an unrealistischen Momenten das genau richtig ist, selbstironischen Humor und keine unnötigen Storyelemente, die man oft in Filmen findet "weil sie halt dazu gehören".

      Ich würde dem Film insgesamt sogar 5/5 geben, einfach weil er ein rundherum guter Film ist und ich die Kameraführung bombastisch finde. Das war innovativ, spannend und pure Action.

      Edit:

      Und ein cooler Soundtrack! 8)

      What doesn't kill you, gives you XP.

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    • Kingsman
      Schließe mich meinen Vorrednern an. 4 von 5 Spikes halte ich alledings für ausreichend. Vor allem, wenn man KICK ASS kennt, ist nicht alles neu.
      Denn gerade in den irrwitzigen Kameraeinstellungen bei den Kämpfen hat man sich irgendwann mal satt gesehen.
      Der Humor ist klasse und Colin Firth ("Kings Speech") als Superagent einmalig.
      Daraufhin hab ich mir am WE endlich die DVD von "Kings Speech" angeguckt, die ewig unbeachtet in meinem Regal lag.
      Nur um mir dann ständig darauf zu warten, daß der stotternde König irgendwelche Köpfe einschlägt :)
      Vollständig bemalte Miniaturen 2018: 013 - zuletzt Hochelfen Frostherz-Phönix
    • INTERSTELLAR
      Von der Handlung her will ich gar nicht viel erzählen, da Zombie sich schond dazu geäußert hat.
      Allerdings waren meine Erwartungen aufgrund von Erzählungen einiger Freunde sehr groß. Vor allem hab ich einen bildgewaltigen Film erwartet.
      Mag sein, dass so etwas nur im Kino wirkt, aber ich war mächtig enttäuscht.
      Die Vorgeschichte bis zum Start in den Weltraum fand ich noch interessant. Bis zum Besuch eines Planeten (möchte nicht zuviel spoilern) war es sogar leidlich spannend.
      Danach wurde der Film in meinen Augen ziemlich doof und vor allem sehr verworren.
      Vielleicht gefällt er Fans von Arthur C. Clarke und wenn jemand "Odessey im Weltraum" mochte, findet er den Film wohl auch spannend.
      Ich mußte mich zwingen bis zum Schluß zu gucken. Ein bestenfalls durchschnittler SF-Film, finde ich. Gut, dass ich nicht im Kino war...
      2 von 5 Spikes
      Vollständig bemalte Miniaturen 2018: 013 - zuletzt Hochelfen Frostherz-Phönix
    • DOM HEMINGWAY


      Der Film ist zwar schon ein Jahr alt, aber gestern hatte ich die Gelegenheit, ihn mir in der Glotze anzusehen. Dom Hemingway ist ein Londoner Safeknacker, der nach 12 Jahren Knast entlassen wird und einiges mit seiner Umwelt zu besprechen hat. Von seinem alten Auftraggeber will er Geld, von einem alten Konkurrenten einen neuen Job und zu seiner Familie will er wieder Kontakt, was allerdings nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

      Gespielt wird der primitive, laute, gerne betrunkene und dann oft aggressive Gangster von Jude Law, der sichtlich Spaß daran hat, mal etwas völlig anderes zu spielen als die Rollen, in denen er normalerweise besetzt wird. Ein guter Teil des Films zeigt Jude Law bei seinen Streitgesprächen und Monologen, oft in Nahaufnahme.

      Der Plot hat ein paar Schwächen bzw. ist nicht immer vorhanden, aber das ist auch nicht notwendig. Es geht nicht so sehr darum, was Dom Hemingway erlebt, sondern eher, wie er sich dabei verhält.

      Fazit: 90 Minuten Spaß und die Gelegenheit, einen Schauspieler zu beobachten, der von der Leine gelassen wurde. Gute 3 von 5.

      aaaaaah ...bild
    • Mad Max: Fury Road :cursing:

      Max wird gefangen genommen. Die Bösewichte entsenden eine "Karawane" um Benzin zu besorgen. Der Bösewicht am Lenker des Trucks ist gar nicht so böse sondern entführt stattdessen die Gebärmaschinen des Oberbösewichts. Und schon geht die Verfolgungsjagd los. Mad Max wird dabei an ein Fahrzeug gekettet und darf für einen der Freaks als Blutkonserve dienen. Irgendwann befreit sich Mad Max und flieht gemeinsam mit dem nicht wirklich bösen Bösewicht gemeinsam durch die Gegend.

      Das ist im Grunde die komplette Story und dabei fühlt es sich schon an als ob ich viel zu viele Worte verwendet habe um sie zu beschreiben.

      Der restliche Film besteht aus gnadenloser und sinnbefreiter Action. Eingefangen wird diese in sehr beeindruckenden Bildern die oft und dabei sehr erfolgreich versuchen nur eine minimierte Farbpalette zu verwenden (Nicht so extrem wie bei 300 aber doch sehr eindeutig). Das tut dem Film sehr gut. Insgesamt wird die Welt mit überraschend wenig Dialog porträtiert und das funktioniert ebenfalls sehr gut. Jeder, wirklich jeder, hat richtig hart einen an der Waffel. Die Wüstenlandschaft ist abgedreht und bizarr, unrealistisch bizarr, total irre, wahnsinnig!

      Leider oh leider, muss man sich nach 45 Min. Action durch eine gefühlte Ewigkeit ganz grässlichem Emotionskino quälen. Da sitzt man im Kino und fragt sich warum...

      Das Setting ist einfach grandios und besonders mich - jemanden für den Fallout 2 wohl das beste Spiel ist das jemals erschaffen wurde, dicht gefolgt von Titeln wie Rock'n'Roll Racing - begeistert es sehr. Die aus mehreren Autos zusammengezimmerten Karren sind einfach geil und mehr als genug von den Kisten werden im Laufe des Filmes geschrottet.

      Doch das bereits erwähnte Emotionskino in Kombination mit einem etwas eher langweiligen und unkreativen Ende bewegen mich dazu lediglich folgende Wertung zu vergeben:

      3/5

      Hätte man sich die Emotionen gespart und das ganze Ding als Kurzfilm in einer Länge von guten 30 Min. gefilmt wäre es ein bombastischer Film geworden. Wirklich. Die Welt, die Bilder und die Action sind so großartig. Werden für mich jedoch mit einigen unnötigen Szenen vermiest.
      What doesn't kill you, gives you XP.